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Obst- und Gartenbauverein Niederlosheim

alles für Gartenfreunde

 

 Inhalt dieser Seite

  • Dünger selbst herstellen
  • Pflanzenschutz selbst herstellen
  • Mischkulturen - gute und schlechte Nachbarn


Naturdünger selbst herstellen…..

 …….aus Brennnesseln

Während der Brennnessel-SUD den Blattlausbefall bzw. sonstige Schädlinge reduziert, hat die Brennnessel-JAUCHE enorme Düngewirkung.

Die Herstellung:

Brennnesseln werden gesammelt, etwas zerkleinert und lose in einen Plastikeimer gefüllt (leicht randvoll). Wegen der Oxidation bitte nur Plastikeimer verwenden. Brennnesselblüten müssen vorher entfernt werden. Der Eimer wird dann randvoll mit Wasser aufgefüllt – Regenwasser wäre sinnvoll. Den Eimer abdecken und in die Sonne stellen.

Nun wird diese Mischung täglich umgerührt. Je nach Standort ist die Jauche nach 2 bis 3 Wochen fertig. Wenn die Gärung beginnt, bilden sich Schaum und Bläschen. Sobald die Bläschenbildung aufhört, ist die Jauche fertig, das ist je nach Standort in 2 bis 3 Wochen.

Die Düngung:

Grundsätzlich können alle Pflanzen in einem Mischungsverhältnis 1:10 gedüngt werden; also einen Liter Jauche mit 10 Liter Wasser mischen. Setzlinge und junge Pflanzen sollten in einem Mischungsverhältnis 1:20 gedüngt werden. Auch der Rasen kann mit der Jauche gedüngt werden, und zwar in einem Mischungsverhältnis 1:50.

Die Schädlingsbekämpfung:

Hierzu verwendet man nicht die Jauche, sondern den SUD. Der Brennnesselansatz erfolgt wie bei der Jauche. Allerdings muss vor Beginn des Gärvorganges – also nach etwa 24 Stunden – der Sud entnommen werden. Mit dem Sud werden die betroffenen Pflanzen bespritzt, und zwar so oft, bis kein Schädlingsbefall mehr feststellbar ist.


Pflanzenschutz mit Ackerschachtelhalm

Aus Ackerschachtelhalm lässt sich eine wirkungsvolle Brühe gegen Pilzkrankheiten zubereiten.

Und so macht mans:

Weichen Sie 1,5 Kilogramm Schachtelhalm-Kraut in zehn Liter Wasser 24 Stunden ein. Anschließend bei geringer Hitze eine halbe Stunde köcheln. Die Brühe abkühlen lassen und absieben. Diesen Sud im Verhältnis eins zu fünf mit Wasser verdünnen. Vorbeugend können Sie pilzanfällige Pflanzen vom Blattaustrieb bis zum Frühsommer wöchentlich damit einsprühen, um ihre Widerstandskraft zu steigern.


 Die Mischkultur - auf gute Nachbarschaft!

Die Natur macht es uns vor:
Dort finden an einem Ort immer die Gewächse zusammen, die sich optimal ergänzen und den speziellen Bedingungen eines Standortes angepasst sind.
Solche Pflanzen sind gute Nachbarn. Eine solche vielseitige, harmonische Pflanzengemeinschaft wird auch in der Mischkultur im Garten angestrebt.

Die verschiedenen Gewächse auf einem Beet sollen sich sowohl oberirdisch als auch unterirdisch ergänzen. Sie sollen sich nicht mit ihren Blättern und Früchten bedrängen.

Die verschiedenen Pflanzen einer Mischkultur entnehmen dem Boden unterschiedliche Nähr­stoffmengen und geben selber verschiedene Substanzen aus ihrem Stoffwechsel an den Boden ab. So entsteht ein Wechselspiel aus Geben und Nehmen.

Die Wurzelausscheidung und die Düfte der Pflanzen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die Nachbarschaft.
Manche Gewächse gehen ein oder verkümmern, wenn sie nebeneinander wachsen sollen. Andere fördern sich gegenseitig. Viele aromatische Würzpflanzen tragen zum Wohlgeschmack ihrer Nachbarpflanzen bei.
Ein Beispiel ist die Frühkartoffel, die mit Kümmel oder Koriander gepflanzt wird.

Bestimmte Pflanzennachbarschaften, vor allem mit Kräutern, wirken vorbeugend oder abwehrend auf Krankheiten oder Schädlinge (s. Tabelle)

Keine Pflanzen nebeneinandersetzen, die die gleichen Schädlinge anziehen. So können sich keine Schädlingsnester bilden.

Bei falscher Zusammenstellung kann eine Wuchshemmung eintreten.

Die Praxis:

Wichtig für die konkrete Planung einer Mischkultur ist also, dass gute Nachbarschaften zwischen den Kulturpflanzen genutzt und schlechte vermieden werden.
Alle Pflanzenkombinationen im naturgemäßen Garten beruhen auf den jahrzehntelangen Beobachtungen und Erfahrungen biologischer Gärtner.

Probieren Sie ruhig selber aus, beobachten und vergleichen Sie in Ihrem Garten.

 


Beipflanzungen und ihre Wirkung


Pflanze

 

Gute Nachbarn

Schlechte Nachbarn

Buschbohnen

Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken, Sellerie, Rote     Bete, Kohlarten, Kopfsalat, Pflücksalat, Tomate,

Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln

Endivien

Fenchel, Kohlarten, Lauch, Stan­genbohnen,

 

Erbsen

Dill, Fenchel, Gurken, Kohlarten, Mais, Möhren,     Kohlrabi, Kopfsalat, Radieschen, Zucchini

Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch, Tomaten,     Zwiebeln

Erdbeeren 

Borretsch, Buschbohne, Knoblauch, Kopfsalat,     Lauch, Radieschen, Schnittlauch, Spinat, Zwiebeln

Kohlarten

Fenchel 

Endivien, Erbsen, Feldsalat, Gur­ken, Kopfsalat,     Pflücksalat, Salbei,

Bohnen, Tomaten

Gurken 

Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl, Kopfsalat,     Kümmel, Lauch, Mais, Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln

Tomaten, Radieschen

Kartoffeln 

Dicke Bohnen, Kohlarten, Kohlrabi, Kümmel, Mais,     Tagetes, Spinat 

Kürbis, Tomaten, Selle­rie, Sonnenblumen

Knoblauch

Erdbeeren, Gurken, Himbeeren, Lilien, Möhren,     Rosen, Obstbäume, Tomaten, Rote Bete

Erbsen, Kohlgewächse, Stangenbohnen

Kohlarten

Bohnen, Dill, Endivien, Erbsen, Kartoffeln,     Kopfsalat, Lauch, Selle­rie, Spinat, Tomaten,

Erdbeeren, Knoblauch, Senf, Zwiebeln

Kohlrabi

Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kopf­salat, Tomaten,     Radieschen, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Lauch,

 

Kopfsalat

Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kohl,     Lauch, Möhren, To­maten, Zwiebeln

Petersilie, Sellerie

Lauch

Erdbeeren, Kohl, Kopfsalat, Möh­ren, Sellerie,     Tomate

Bohnen, Erbsen, Rote Bete

Möhren 

Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch, Radieschen,     Rettich, Tomaten, Zwiebeln, Schnittlauch

 

Sellerie 

Spinat, Buschbohnen, Gurken, Kohl, Lauch, Tomaten,     Kohlrabi

Kartoffeln, Kopfsalat, Mais

Zucchini 

Kopfsalat, Lauch, Möhren, Petersi­lie, Rettich
    Radieschen, Rote Bete, Sellerie, Spinat,
    Stangenbohnen, Zwiebeln

 

Zwiebeln 

Bohnenkraut, Erdbeeren, Dill, Kopfsalat, 
    Möhren, Rote Bete

Bohnen, Erbsen, Kohl

Kerbel

Salat

gegen Läuse

Knoblauch

Erdbeeren, Rosen

bakterizide und fungizide Wirkung

Lavendel

Rosen

gegen Ameisen und bedingt gegen Läuse

Meerrettich

Pfirsich, Kirsche

gegen Kräuselkrankheit + Monilia

Pfefferminze

Wein

gegen Mehltau

Rettich

Porree

gegen Lauchmotte

Ringelblume

Kartoffeln
Kohl

gegen Nematoden, Draht­würmer,
erhöht den Ernteertrag, för­dert die Bodengesundheit

Tagetes

Tomaten, Kohl, Kartoffeln und Erdbeeren

gegen Nematoden, Viren und weiße Fliege

Wermut

Johannisbeeren

schützt vor Säulenrost

Zwiebel und Schalotte

Erdbeeren und Möhren

gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben, bedingt gegen Möhrenfliege

Eberraute, Salbei
  Pfefferminze

Kohl

gegen Kohlweißling

Rosmarin

Kohl, Möhren

gegen Kohlweißling und Möhrenfliege

Wermut

Porree

gegen Lauchmotte